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Erklärung

ISP-Sperrung: Wie Ihr Internetanbieter den Zugang einschränkt

Ihr Internetanbieter sitzt zwischen Ihrem Gerät und jeder Website, die Sie besuchen. Diese Position gibt ihm die technische Möglichkeit — und manchmal die rechtliche Pflicht — Sie am Zugriff auf bestimmte Seiten zu hindern.

Warum sperren ISPs Websites?

  • Staatliche Anordnungen: Gerichte oder Behörden verpflichten ISPs zur Sperrung bestimmter Domains.
  • Kinderschutz: Viele Länder verpflichten ISPs, CSAM-Register zu sperren.
  • Urheberrechtsdurchsetzung: Rechteinhaber erwirken Gerichtsurteile gegen Torrent-Seiten.
  • Freiwillige Filterung: Manche ISPs bieten optionale Safe-Browsing-Filter an.

Technische Methoden

DNS-Sperrung

Der ISP-DNS gibt bei gesperrten Domains eine falsche oder leere Antwort zurück. Häufigste und billigste Methode — und am einfachsten zu umgehen.

IP-Adress-Sperrung

Router des ISPs verwerfen alle Pakete an gesperrte IP-Adressen. Kann Kollateralschäden verursachen, da viele Seiten IPs teilen.

Deep Packet Inspection (DPI)

DPI-Geräte untersuchen Paketinhalte über Header hinaus — einschließlich des SNI-Felds bei TLS. Ermöglicht die Sperrung von HTTPS-Seiten nach Domain. In China, Russland und Iran weit verbreitet.

ISP-Sperrung umgehen

DNS-Resolver wechseln: Auf Cloudflare 1.1.1.1 oder Google 8.8.8.8 umstellen. Umgeht DNS-Sperren sofort.

VPN verwenden: Verschlüsselt gesamten Traffic, macht DPI unwirksam.

Tor nutzen: Sehr resistent gegen ISP-Sperrung, aber langsam.

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